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Ehrliche Notizen über Pflege und Make-up

Make-up

Concealer richtig auftragen: Farbe, Technik, Fehler

Concealer richtig auftragen: den passenden Farbton finden, Augenschatten und Rötungen kaschieren und verhindern, dass sich Produkt in Fältchen absetzt.

  • 4 Min. Lesezeit
  • Redaktion valurabeauty.de
Loser Puder in Rosabraun und ein weicher Pinsel auf hellem Untergrund

Concealer ist klein, kann aber viel: Schatten aufhellen, Rötungen ausgleichen, einzelne Stellen verschwinden lassen. Ob das gelingt, hängt weniger vom Produkt ab als vom Farbton, von der Menge und von der Technik.

Den richtigen Farbton finden

Ein einziger Concealer für alles ist selten ideal, denn Augenpartie und Unreinheiten stellen unterschiedliche Anforderungen.

Einsatz Farbton Textur
Augenschatten Hautton oder höchstens eine Nuance heller, eher warm Flüssig, leicht, feuchtigkeitsspendend
Rötungen und Unreinheiten Exakt der eigene Hautton Cremig, etwas fester, gut haftend
Aufhellen als Highlight Ein bis zwei Nuancen heller Flüssig, sehr dünn aufgetragen

Teste den Ton bei Tageslicht am Kiefer oder direkt an der Stelle, an der du ihn tragen möchtest. Viele greifen unter den Augen zu einem viel zu hellen Ton. Auf bläulichen Schatten wirkt er dann grau.

Auch der Unterton spielt eine Rolle. Hat deine Haut einen eher gelblichen oder olivfarbenen Unterton, wirken rosige Concealer schnell fremd. Bei kühlem, rosigem Hautton ist es umgekehrt. Im Zweifel hilft der direkte Vergleich von zwei Tönen nebeneinander, den passenden erkennst du daran, dass er nach dem Verblenden kaum noch zu sehen ist.

Farbkorrektur: wann sie hilft

Bei stärkeren Verfärbungen reicht ein hautfarbener Concealer manchmal nicht aus. Dann hilft eine dünne Schicht Korrekturfarbe darunter. Das Prinzip: Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, gleichen einander optisch aus.

  • Pfirsich oder Lachs mildert bläuliche und violette Augenschatten.
  • Grün nimmt Rötungen die Intensität.
  • Gelb gleicht leichte violette Töne aus.

Wichtig ist, sehr wenig davon zu verwenden und anschließend mit dem hautfarbenen Concealer darüberzugehen. Für den Alltag brauchen die meisten keinen Korrektor. Probiere zuerst, ob ein gut gewählter Concealer allein ausreicht, bevor du eine weitere Schicht ins Spiel bringst.

Die Reihenfolge

  1. Pflege und, tagsüber, Sonnenschutz auftragen und einziehen lassen.
  2. Foundation oder getönte Pflege, wenn du welche verwendest.
  3. Concealer dort, wo noch etwas durchscheint.
  4. Bei Bedarf mit wenig Puder fixieren.

Wer zuerst Concealer und dann Foundation aufträgt, wischt einen Teil gleich wieder weg und braucht am Ende mehr Produkt. Beim No-Make-up-Look kannst du die Foundation auch ganz weglassen und nur mit Concealer arbeiten.

Technik für die Augenpartie

Die Haut unter den Augen ist dünn und ständig in Bewegung. Deshalb gilt hier: so wenig wie möglich.

  • Setze zwei bis drei kleine Punkte in den inneren Augenwinkel, wo der Schatten meist am dunkelsten ist, und einen Punkt am äußeren Augenwinkel.
  • Lass das Produkt ein paar Sekunden antrocknen. So deckt es besser.
  • Tupfe es mit dem Ringfinger, einem kleinen Pinsel oder einem feuchten Schwämmchen ein. Nicht wischen, sonst verschiebst du es nur.
  • Verblende die Ränder nach außen, bis kein Übergang mehr sichtbar ist.

Das große Dreieck unter dem Auge, das man aus vielen Anleitungen kennt, ist im Alltag meist zu viel. Je mehr Produkt, desto eher setzt es sich in feinen Linien ab.

Eine gut gepflegte Augenpartie macht es dem Concealer leichter. Trag vorher eine leichte Augencreme oder deine Feuchtigkeitspflege auf und lass sie vollständig einziehen.

Kurz gesagt: Passender Ton, kleine Menge, tupfen statt wischen. Unter den Augen höchstens eine Nuance heller, auf Unreinheiten exakt der eigene Hautton.

Unreinheiten und Rötungen abdecken

Hier funktioniert es genau umgekehrt wie bei einem Highlight: Die Stelle soll verschwinden, nicht auffallen. Ein hellerer Ton würde sie betonen.

  • Nimm mit einem feinen, sauberen Pinsel wenig Produkt auf und setze es genau auf die Stelle.
  • Tupfe nur den Rand aus, die Mitte bleibt unberührt. So bleibt die Deckkraft erhalten.
  • Fixiere mit einem Hauch Puder, damit nichts verrutscht.

Saubere Werkzeuge sind gerade bei unreiner Haut wichtig. Wie oft Pinsel gewaschen werden sollten, steht im Beitrag Make-up-Pinsel reinigen. Entzündete oder offene Stellen lässt du am besten in Ruhe. Bei anhaltenden Hautproblemen ist ärztlicher Rat sinnvoller als mehr Abdeckung.

Häufige Fehler

  • Zu viel Produkt. Nachlegen geht immer, wegnehmen kaum.
  • Zu trockene Haut darunter. Ohne Pflege haftet Concealer fleckig und betont Schüppchen.
  • Zu viel Puder. Unter den Augen genügt eine hauchdünne Schicht, sonst wirkt die Partie trocken.
  • Im falschen Licht geprüft. Badezimmerlicht schmeichelt. Ein kurzer Blick am Fenster zeigt, ob Ton und Übergänge stimmen.
  • Ein Ton für alles. Was unter den Augen aufhellt, lässt eine Rötung am Kinn leuchten.

Wenn du unsicher bist, fang mit weniger an, als du für nötig hältst. Concealer wirkt am besten, wenn man ihn nicht sieht.

Häufige Fragen

Concealer vor oder nach der Foundation?

Meist danach. Die Foundation gleicht schon vieles aus, sodass du anschließend deutlich weniger Concealer brauchst. Ohne Foundation trägst du ihn direkt nach der Pflege auf.

Wie hell darf der Concealer unter den Augen sein?

Höchstens eine Nuance heller als dein Hautton. Deutlich hellere Töne wirken schnell gräulich und betonen die Augenpartie, statt sie aufzufrischen.

Warum setzt sich mein Concealer in den Fältchen ab?

Meist ist es zu viel Produkt oder eine zu trockene Augenpartie. Trag weniger auf, bereite die Haut mit Augenpflege vor und fixiere nur mit einem Hauch Puder.

Finger, Pinsel oder Schwamm?

Alle drei funktionieren. Finger wärmen das Produkt an, ein feuchter Schwamm gibt ein besonders dünnes Ergebnis, ein kleiner Pinsel arbeitet am genauesten.

Dieser Beitrag informiert allgemein über Kosmetik und Pflege und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei anhaltenden Beschwerden an Haut, Augen oder Lidern wende dich bitte an eine Praxis.